H1N1 (Schweinegrippe): Erhöhtes Risiko durch Impfungen

Vier kanadische Studien zeigen, dass die normale Grippeimpfung das Risiko erhöht, an Schweinegrippe zu erkranken (2). Doch auch die direkt gegen Schweinegrippe gerichtete Impfung bringt mehr Risiken mit sich als die Krankheit, gegen die sie schützen soll:

Während das Risiko für gesunde Personen, an Schweinegrippe zu sterben, geringer als 1 : 1 Millionen ist, kommt es bei 20 Prozent der Geimpften zu teilweise auch schweren Nebenwirkungen (3).

 

Der australische Infektiologe Peter Collignon zweifelt in einem Gespräch mit dem SPIEGEL daran, ob die Impfung je sinnvoll war, und sagt, dass spätestens im Mai 2009 bekannt war, dass die H1N1-Grippe gutartig verlief. Die Argumente für die Impfung kämen „vor allem aus Richtung der Pharmakonzerne, die am liebsten die ganze Weltbevölkerung jährlich gegen Influenza impfen würden“. Das „Gerede von möglichen Mutationen“ sei eher Science Fiction als echte Wissenschaft (3).

Reisemediziner empfehlen dennoch die H1N1-Impfung etwa bei Reisen zur WM in Südafrika (1). Auch die STIKO hält an den Impfempfehlungen gegen saisonale und H1N1-Influenza fest.

Referenzen:

  1. ÄZ (Ärztezeitung): Fußball-Fans in Südafrika brauchen Grippeschutz. ÄZ 7.4.2010
  2. Skowronski DM, De Serres G, Crowcroft NS, Janjua NZ, Boulianne N, et al. 2010: Association between the 2008–09 Seasonal Influenza Vaccine and Pandemic H1N1 Illness during Spring–Summer 2009: Four Observational Studies from Canada. PLoS Med 7(4): e1000258. doi:10.1371/journal.pmed.1000258
  3. SPIEGEL 16/2010: Schweinegrippe – „Horrorszenarien sind vollends falsch“. S.132

 

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