Zur ersten Deutschen Impfwoche 2003

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Stellungnahme zur ersten Deutschen Impfwoche, März 2003

Für eine freiheitliche Auseinandersetzung mit der Impffrage


Die Ärzte für Individuelle Impfentscheide sind eine Gruppe von ca. 500 Ärzten, die sich für eine freiheitliche Auseinandersetzung mit der Impffrage einsetzen. Als kritisch impfende Ärzte setzen wir uns dezidiert von Impfgegnern ab.


Die erste Nationale Impfwoche mit ihren Bestrebungen, die Impfbereitschaft zu erhöhen, gibt uns Anlass zu einigen ergänzenden Bemerkungen:


Wir wollen:

  • die Notwendigkeit einer individuellen Impfberatung und freien Impfentscheidung betonen,
  • die ärztliche Pflicht herausstellen, den Respekt vor der Autonomie des Patienten zu bewahren. Dies schließt auch Fragen nach seiner Biographie, seiner Sozialisation und seiner Fähigkeit zur individuellen Gesundheit ein,
  • aufrufen zu einem kritisch differenzierenden und individuell abgestimmten Umgang mit den einzelnen Impfungen,
  • die Beachtung gesundheitsfördernder Bedingungen einfordern, die u.U. auch darin bestehen können, einzelne Infektionskrankheiten durchmachen zu dürfen,
  • objektivierende Informationen in der Öffentlichkeit,
  • danach fragen, ob es wirklich sinnvoll ist, einzelne Erkrankungen, wie die Masern, zu eliminieren, ohne absehen zu können, welchen Risiken in 30-40 Jahren eine teilweise ungeschützte Bevölkerung ausgesetzt sein wird,
  • aufrufen zum Dialog zwischen individuell impfenden Ärzten und solchen, die sich für eine bedingungslose Umsetzung der öffentlichen Impfempfehlungen einsetzen.

Ärztliche Verantwortung konstituiert sich immer wieder neu. Sie wird rechtlich entlastet durch die Bezugnahme auf öffentliche Impfempfehlungen. Ethisch bleibt sie in der konkreten Arzt-Patienten-Beziehung bestehen.
Wir sehen uns in der Pflicht, die Betroffenen bzw. ihre Eltern so umfassend und sachlich als nur irgend möglich über die öffentlichen Impfempfehlungen aufzuklären und zu beraten. Eine Impfentscheidung ist immer von den Betroffenen bzw. Eltern zu treffen. Ihre Entscheidung ist von uns Ärzten zu respektieren. Sollte diese Entscheidung von den öffentlichen Empfehlungen abweichen, so ändert dies nichts an unserer bedingungslosen Verpflichtung zum ärztlichen Beistand.


Wir wünschen dieser Impfwoche, dass sie neben der differenzierten Mobilisation für Impfungen eine freiheitliche und unbefangene Auseinandersetzung jedes Einzelnen mit dem Thema ermöglicht.