Leserbrief SZ zur HPV-Impfung 27.03.07

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Am 27.03.07 erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel auf der Titelseite, in dem (wie bei der SZ leider üblich) kritiklos die Position der STIKO propagiert wurde.

Lesen Sie hier einen Leserbrief von Dr. Martin Hirte und Dr. Steffen Rabe.

Die Überstürztheit, mit der die deutsche Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung unter die öffentlich empfohlenen Impfungen einreiht, spricht nicht für die Souveränität dieses Gremiums. Bei der HPV-Impfung gibt es zahlreiche offene Fragen, abgesehen davon, dass ein Wirkungsnachweis bisher streng wissenschaftlich nicht geführt ist - vor allem nicht bei der Zielgruppe der jugendlichen Mädchen. Insofern setzt sich die STIKO wieder einmal handstreichartig über die beweisgestützte (evidence based) Medizin hinweg.

Ungeklärt ist die Bedeutung der Nebenwirkungen, die sich jetzt beispielsweise im Meldesystem der USA häufen, darunter auch schwere neurologische Ereignisse. Bei der Zielgruppe jugendlicher Mädchen ist eine systematische Untersuchung von Impfnebenwirkungen nicht in Sicht. 

Ungeklärt ist die Wirkdauer der Impfung, die das Problem mit sich bringen könnte, dass die HPV-Infektion in höhere Altersgruppen verschoben wird, in der chronische Verläufe wesentlich häufiger vorkommen. 

Ungeklärt ist weiter die Geschwindigkeit, mit der sich im Impfstoff nicht berücksichtigte HPV-Typen mit anderen, vielleicht unangenehmeren Eigenschaften ausbreiten, das so genannte „Serotype Replacement“. Für Deutschland gibt es bis heute keine systematische Untersuchung der Häufigkeitsverteilung verschiedener HPV-Typen. 

Weitere Nebenwirkungen sind die mit jährlich 160 Millionen € exorbitant hohen Kosten der HPV-Impfung, die ein Umschichten von Ressourcen im Gesundheitssystem notwendig machen (welche Bereiche müssen darunter leiden?), und die Gefahr, dass HPV-geimpfte Frauen weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen - die anerkanntermaßen bisher wirksamste Maßnahme zur Verhütung von Gebärmutterhalskrebs. Würde die Krebsvorsorge nur mit einem Bruchteil der Kosten beworben, die jetzt in die extrem teure und von ihrer Nachhaltigkeit her unsichere Impfung gesteckt werden sollen, wäre dies sicher wesentlich effektiver.


Angesichts der gut eingeführten und hocheffektiven Krebsvorsorge mit Pap-Diagnostik bestehen weder eine Notsituation noch Zeitdruck. Warum konnte die STIKO mit ihrer Impfempfehlung nicht noch einige wenige Jahre warten, bis verlässlichere Daten zur Verfügung stehen? Der Vorwurf, vor der massiven Promotionskampagne der Impfindustrie eingeknickt zu sein, bleibt ihr so nicht erspart.

 

Weiteres Siehe die Website  http://www.individuelle-impfentscheide.de/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=1

unseres Vereins „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.“"

Dr. med. Martin Hirte
Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Tal 14
80331 München
Dr. med. Steffen Rabe
Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Vorstand "Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V."
Offenbachstr. 9
81245 München
Telefon 89 21 79 21